top of page

Viel Gaudi in Barcelona: Ein Rekordturm, zwei Prachthäuser, ein Sturz, zwei Brüche

  • vor 4 Tagen
  • 18 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 21 Stunden

Maradonas Erbe, Barças Geldgier, Eulalias Kirchengänse


 Nimm den nächsten Zug nach Barcelona“, singt Christin Stark in ihrem Sommerhit von 2025. Wir machen es besser und schneller als im Lied der Schlagersängerin vom Bodensee. Nehmen statt des Zugs den nächsten Flieger und sind nach gut anderthalb Stunden aus Stuttgart in Barcelona. Willkommen in der Stadt, der man nachsagt, ihren Mythos ständig neu zu erfinden!


Die ehemalige Stierkampfarena La Monumental.
Die ehemalige Stierkampfarena La Monumental.

So oft und so rasant, dass man ihrem mondänen Charme angeblich schutzlos ausgeliefert wird. Man soll keine Chance haben, ihrem Bann zu entkommen. Schaun mer mal, ob die Vorschusslorbeeren stimmen. Wenn ja, wäre die Hauptstadt Kataloniens wie gemacht, um meinen Geburtstag zu feiern. Die Zutaten dafür: viel Licht, viel Wärme, viel Eleganz. Gemischt mit viel Rasanz, viel Flair, viel Sonne. Der katalanische Willkommensgruß heißt ‚Barcelona és teva' – ‚Barcelona gehört dir. Das hört sich nicht nur vielversprechend an, sondern wie die perfekte Einladung.

Wir landen frühmorgens in der Welthauptstadt der Architektur. Um sich mit diesem alle drei Jahre von der UNESCO und dem Internationalen Architektenverband vergebenen Titel schmücken zu dürfen, braucht es mehr als nur prächtige Fassaden. Gefragt ist eine Melange aus historischer Substanz, städtebaulicher Vision, grüner Infrastruktur und gesellschaftlicher Partizipation. Auf dem Weg ins Hotel springt uns das üppige Stadtgrün sofort ins Auge. Wir bewundern die botanische Vielfalt entlang der Straßen: Pfefferbäume, australische Silberakazien, Palisanderholzbäume.


Hier wurden meine Brüche festgestellt: Privatklinik in Barcelona.
Hier wurden meine Brüche festgestellt: Privatklinik in Barcelona.

Barcelona hat diesen vielfältigen, einzigartigen Mix. Während der Fahrt bekommen wir einen Vorgeschmack davon. Können uns nicht sattsehen an der facettenreichen Kulisse: Jugendstil mit bunten Mosaiken und verspielten schmiedeeisernen Verzierungen, Romanik mit wuchtigen Rundbögen und dicken Mauern, katalanische Gotik mit ihren charakteristischen breiten Schiffen und flachen Dächern. Es ist ein Dialog der Epochen: historisch, modern, zukunftsweisend.

Der Herrscher aller Gebäude ist Architekt Antoni Gaudí. Katalane von Geburt, in Barcelona gewirkt, hier gestorben und schließlich unsterblich geworden. Sein lebendiger Geist ist überall zu spüren. Er war nicht mit einer Frau verheiratet, sondern mit seinem Glauben, der auf sein Werk wirkte. 2026 steht anlässlich seines hundertsten Todestages ganz in Gaudís Zeichen, was maßgeblich dazu beitrug, dass Barcelona zu seinem Jahr ausgerufen und zur Metropole der Architektur gekrönt wurde mit Gaudí als ihrem ewigen Regenten.


Imposante Architektur: Der Arc de Triomf.
Imposante Architektur: Der Arc de Triomf.

Sein berühmtestes Werk ist die Basilika Sagrada Família. Sie überragt alles: an Höhe, an Glanz, an architektonischer Kühnheit, an magischer Anziehungskraft. Unser Hotel trägt ihren Namen. Da wir früh hier sind, können wir noch nicht einchecken und machen uns auf eine Erkundungstour. Wir schlendern, spazieren, flanieren und lassen uns einfach von der katalanischen Lebensfreude durch die Gassen treiben. Plötzlich stehen wir vor der Kirche, ohne sie überhaupt gesucht zu haben. Als hätte sie uns wie ein Magnet angezogen. Rank, schlank, filigran: Fast schwerelos schlängelt sie sich dem Himmel entgegen. Sie gleicht einem markanten Zeigefinger, der steil nach oben weist. Dorthin, wo der Herr aller Herrlichkeit zuhause ist und zu dessen Ehren sie errichtet wurde.

Gaudís Intention war, seine Architektur als Verbindung zum Göttlichen zu nutzen. Sagrada Família heißt übersetzt Heilige Familie. Sie nimmt uns unter ihre Fittiche, gibt uns Halt, Orientierung, Zuversicht, Mut. Die Sagrada ist Glaube, der durch Gaudí zur Architektur wurde. Oder Architektur, die durch Gaudí zu Glauben wurde. Wohl deshalb zieht sie jährlich Millionen von Menschen in ihren spirituellen Sog. Wir stehen davor, staunen und lassen uns von ihrem Anblick beglücken.

Das Olympiastadion auf dem Montjuïc war Schauplatz der Sommerspiele 1992. Foto: Gerti Mayer
Das Olympiastadion auf dem Montjuïc war Schauplatz der Sommerspiele 1992. Foto: Gerti Mayer

Am Abend schlafe ich in Gedanken an Gaudí ein. Träume von organischen Formen, fließenden Linien und einem glitzernden Meer aus bunten Mosaiken. Hoffe, dass wir in Barcelona viel Gaudi haben werden - nicht nur auf Gaudís Spuren, sondern auch Jubel, Trubel, Heiterkeit. Gaudí und Gaudi – das ist eine tolle Kombination, die einiges verspricht. 

Doch der nächste Morgen beginnt nicht mit fließenden Linien, sondern mit einem harten Aufprall. Aus der Traumwelt in die Realität in wenigen Sekunden. Nach dem Duschen will ich das Bad verlassen. Erst macht es rrrums, dann bums! Ich rutsche aus, krache auf den Boden. Mit voller Wucht. Zum Glück kann ich mich mit der rechten Hand an einem Metallgriff festhalten, sonst wäre es noch schlimmer gekommen. Aber auch so ist es gravierend genug. Der linke Arm ist lädiert. Vorzuwerfen brauche ich mir nichts. Ich habe in Badelatschen geduscht, bin ohne Hektik aus der Dusche gestiegen.

Blick aus der Hafenseilbahn auf den Port Vell.
Blick aus der Hafenseilbahn auf den Port Vell.

Ab in eine Privatklinik. Dort erfahre ich die ganze Härte meines Sturzes: Trümmerbruch am Ellenbogen, dazu ein gebrochener Mittelhandknochen. ... Au weia! Zum Glück habe ich keine Schmerzen. Der argentinische Unfallchirurg sagt, dass ich operiert werden muss. Ich könne aber die sechs Tage, die noch vor uns liegen, in der Stadt bleiben. Er legt den linken Arm und die linke Hand in Gips. Sie sind eine unfreiwillige Skulptur aus Kalk und Mull, fast ein Kilo schwer. Ein Journalist im ‚Ganz in Weiß‘-Modus, aber ohne die Romantik von Roy Black. ¡Madre mía!

Doch wie heißt es in Katalonien? Sufre i callaleide und schweige. Oder in meinem Fall: Leide und schreibe. Wenigstens auf die rechte Hand ist Verlass – sie blieb intakt. Ich versuche, das Beste aus der vertrackten Situation zu machen. „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, sang ein Trio an der Spitze mit Heinz Rühmann. In meinem Fall kann Seemann getrost durch Journalist ersetzt werden. Ein bisschen Spaß muss trotz allem sein. Denn morgen ist mein Geburtstag. Der Wille, ihn gebührend zu feiern, ist ungebrochen.

Das segelförmige W-Hotel und der Stadtstrand La Barceloneta aus der Luft.
Das segelförmige W-Hotel und der Stadtstrand La Barceloneta aus der Luft.

Deshalb proben wir nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus den Ernstfall. Keine Schmerzen, gutes Wetter, also nichts wie raus. Wir gehen Richtung Hafen. Der Gipsverband ist stabil, die Armschlinge aus dem Hospital nicht. Ständig rutscht der eingegipste Arm raus. Wir besuchen mehrere Apotheken, bis wir eine passende Schlinge finden. Doch schon folgt die nächste Hürde. Da ich nicht in den Ärmel meiner Jacke schlüpfen kann, weht der Wind sie ständig von der Schulter. Aber Not macht erfinderisch – und Gerti hat die rettende Idee. Wir kaufen einige Wäscheklammern. Damit fixiert sie mit ein paar Griffen die Jacke direkt an meiner Kleidung. Problem gelöst, der Wind kann blasen.

Geburtstagsschmaus: Katalonische Paella mit kastilischem Weißwein.
Geburtstagsschmaus: Katalonische Paella mit kastilischem Weißwein.

Es geht an der ehemaligen Stierkampfarena Monumental vorbei. Sie macht ihrem Namen alle Ehre, ist tatsächlich monumental. Erbaut im Stil des Modernismus, bot sie knapp 20.000 Zuschauern bis 2011 Platz, als die Stierkämpfe in Barcelona verboten wurden. Jetzt ist sie Veranstaltungsort für Konzerte und Festivals. Vor uns taucht ein Bauwerk aus rotem Backstein auf - der Triumphbogen. Sehr oft sehen wir solche Bögen auf unseren Reisen, zuletzt im vergangenen Jahr in Neu-Delhi und Bombay. Dieser hier ist genauso majestätisch und war das Eingangstor zur Weltausstellung 1888. Die von ihm ausgehende mit Palmen gesäumte Promenade lädt zum Bummeln ein.

Wir schlendern über die Ramblas, längste und berühmteste Flaniermeile Barcelonas. Von ihrer Faszination ist nicht viel zu spüren. Sie wird gerade renoviert, versprüht einen rauen Charme. An ihrem Ende folgt der krönende Abschluss des Tages - die Statue von Christoph Kolumbus. Was verbindet den berühmten Seefahrer mit der katalanischen Metropole? Nach seiner Rückkehr aus der „Neuen Welt“ empfingen ihn die spanischen Monarchen in Barcelona mit höchsten Ehren, um ihn für seine navigatorische Pioniertat auszuzeichnen. Der ausgestreckte Arm zeigt in Richtung Mittelmeer. Das sich uns bietende Bild ist ergreifend. Langsam verabschiedet sich die Sonne vom Tag, pinselt bunte Farben aufs Himmelszelt. Eine frische Brise streichelt unser Haar. So gut es einarmig geht, drehe ich einen Vlog, um die magische Szenerie einzufangen. Die einsetzende Dämmerung begleitet uns auf dem Weg ins Hotel.


Vlog 1: Wo Barcelona dem Meer begegnet – Am Kolumbus-Denkmal


Abenddämmerung am alten Hafen mit dem World Trade Center.
Abenddämmerung am alten Hafen mit dem World Trade Center.

Neuer Tag, neues Glück. Jeder Morgen ist - nicht nur wegen des weißen Gipsarms - wie eine weiße Seite, die darauf wartet, mit einer guten Geschichte gefüllt zu werden. Das dürfte mir ausgerechnet heute nicht schwerfallen. Mein Geburtstag steht an. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und lädt uns zum Wandern ein. Wir streben Höheres an, doch nicht wie im Spruch aus Goethes Faust: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ Nein. Mit Höherem meine ich schlicht den Montjuïc, den Hausberg Barcelonas. Er ist 173 Meter hoch, eher ein Hügel, der zu Fuß, mit dem Bus, der Standseilbahn oder der Hafenseilbahn erobert werden kann. Mit zwei Brüchen wären die Seilbahn-Varianten die angenehmsten. Nicht so für mich. Gerti schaut mich fragend an, ich nicke, und wir marschieren los. Die vielen Treppen im letzten Abschnitt sind kein Hindernis. Oben angekommen, werden wir mit einem grandiosen Panoramablick auf Barcelona belohnt. Das Meer glitzert im Sonnenschein, die Stadt entfaltet ihre volle Pracht, welche wir aus der Vogelperspektive bewundern. Für die Weltausstellung 1929 wurden auf dem Berg Paläste, Pavillons, Parks, ein botanischer Garten, Sportstadien sowie Ausstellungsräume angelegt.

Großbaustelle Camp Nou: Das legendäre Stadion umringt von Kränen.
Großbaustelle Camp Nou: Das legendäre Stadion umringt von Kränen.

Als Sportreporter zieht es mich zum nahen Olympiastadion. Meine Gedanken rasen 34 Jahre zurück. Barcelona, Olympische Sommerspiele 1992. Das erste große sportliche Ereignis seit meiner Anstellung ein Jahr vorher bei BILD. Ich erinnere mich an die Erzählungen meines Ressortleiters, der nach der Rückkehr von den Spielen schwärmte. In diesem ehrwürdigen Stadion fand die Eröffnungs- und Abschlussfeier statt.


Rendezvous mit einer Legende: Diego Maradona als Pappfigur. Foto: Gerti Mayer
Rendezvous mit einer Legende: Diego Maradona als Pappfigur. Foto: Gerti Mayer

Wir sitzen auf einer Bank gegenüber dem Stadion. Das Olympische Feuer ist schon lange erloschen. In mir jedoch lodert es weiter. Genau wie damals, als der paralympische Bogenschütze Antonio Rebollo den Pfeil zur Entzündung der Flamme quer durchs Stadion ins olympische Feuerbecken schoss – für mich das bleibende Bild dieser Spiele, auch wenn es kein sportlicher Wettkampf war. Auf YouTube begleitet uns das Lied „Barcelona“, in dessen Video unzählige Fackeln brennen und die Stadt in ein magisches Licht tauchen. Die Stimmen von Rockpoet Freddie Mercury und Operndiva Montserrat Caballé harmonieren prächtig. Es war die inoffizielle Hymne der Spiele und ist bis heute der heimliche Soundtrack der Stadt. Schade, dass Freddie ihn nicht mehr live singen konnte. Ein Jahr vorher starb er mit 45 Jahren. Wie die meisten Genies viel zu früh. Daran musste ich nicht nur jetzt denken, sondern auch viele Jahre vorher, als wir in Stone Town, der Hauptstadt von Sansibar, sein Geburtshaus sahen.

Am Eingang des Park Güell ist immer viel los.
Am Eingang des Park Güell ist immer viel los.

Der Aufstieg war die Pflicht, die Abfahrt ist die Kür. Sie erfolgt mit der roten Hafenseilbahn Transbordador Aeri del Port, die von der Station Miramar in siebzig Metern Höhe über den Torre Jaume zum Torre Sant Sebastià führt. Die beiden Türme sind Seilbahnstützen. Wir schweben im siebten Himmel und haben eine spektakuläre Aussicht über den alten Hafen Barcelonas Port Vell sowie die dort liegenden modernen Segelboote und Luxusyachten. Im Zuge von Olympia wurde das ehemals verfallene Hafenbecken komplett renoviert und in ein modernes Freizeitzentrum umgewandelt. Heute befinden sich hier das Einkaufszentrum Maremagnum, das Aquarium und das Museum für die Geschichte Kataloniens.

Kaum aus der Hafenseilbahn gestiegen, tauchen wir in eine pulsierende Welt ein. Am attraktiven Stadtstrand Playa de la Barceloneta ist immer eine Menge los: Baden, Tanzen, im Sand chillen oder Beachvolleyball spielen. An trendigen Strandbars mangelt es nicht, während wir über die hübsche Promenade schlendern. Sie ist breit und führt an verschiedenen Strandabschnitten vorbei, gilt als eine der beliebtesten Strecken der Stadt für Jogger, Skater und Spaziergänger. Die Sonnenstrahlen kitzeln unser Gesicht, der strahlendblaue Himmel lächelt uns zu, eine frische Brise weht die Sorgen wegen meiner Brüche einfach davon.

Postkartenblick: Die mächtige Sagrada Família und der idyllische See davor.
Postkartenblick: Die mächtige Sagrada Família und der idyllische See davor.

Nach etwa zwei Kilometern kommen wir am Port Olímpic an, dem Olympischen Hafen. Hier holt uns die Vergangenheit erneut ein. 24 Jahre vorher waren wir in Auckland, der größten neuseeländischen Stadt, als die Segelwettkämpfe um den America's Cup ausgetragen wurden. Es ist der älteste internationale Sportwettbewerb der Welt. Ich plauderte im Pressezentrum mit Seglern. Seither lässt uns diese Sportart nicht mehr los. Wir verfolgen gebannt die America's-Cup-Wettkämpfe. Das Finale fand vor zwei Jahren genau hier in Barcelona statt und wurde von Neuseeland gewonnen. 2023 haben wir in Marseille ebenfalls den olympischen Segelhafen besucht.

Es geht zurück in die Innenstadt. Das Geburtstagsessen steht an, das wir im The Chipirón genießen. Es zählt zu den besten Restaurants für Meeresfrüchte in Barcelona, liegt zentral am Hafenbecken. Seine Terrasse bietet einen wunderbaren Blick auf Port Vell. Wir bewundern das bunte Treiben auf der Rambla de Mar und lassen uns jeder eine Paella voller saftiger Meeresfrüchte schmecken. Die Spezialität des Hauses ist für ihre frischen Schalentiere und den aromatischen Safran-Reis bekannt. Ihr Geschmack ist salzig-maritim. Die warme, erdige Note des Safrans vermischt sich mit dem Duft von gedünsteten Paprikaschoten, Zwiebeln und Knoblauch, dem sogenannten Sofrito. Dezent wahrnehmbar ist auch das Socarrat, der leicht angeknusperte Reis am Pfannenboden, der eine nussige, fast karamellisierte Note beisteuert. Hmmm, wie lecker!

Blaues Lichtspiel: Die farbigen Fenster der Sagrada.
Blaues Lichtspiel: Die farbigen Fenster der Sagrada.

Dazu begleitet uns ein gekühlter Abadía del Roble. Dieser Weißwein stammt aus der Region Castilla-La Mancha im Zentrum Spaniens – dem größten Weinbaugebiet der Welt, das für seine weiten Ebenen bekannt ist. Der süffige Wein wird aus der Rebsorte Airén gewonnen, ist spritzig und neutral im Geschmack. Mit seiner Leichtigkeit passt er hervorragend zu den Meeresfrüchten, ohne das Aroma zu überlagern. Ein prickelnder Genuss.

Der Gipsarm lässt mich in Ruhe, obwohl wir an diesem Tag zwanzig Kilometer zu Fuß zurücklegen werden. Wohlgemerkt: Zwanzig Kilometer - und das mit zwei Brüchen! Verrückt, oder? Wir werfen einen letzten Blick auf die glitzernden Lichter des Hafens mit dem World Trade Center, einem futuristischen Business-Komplex, der am Ende einer Mole liegt und dessen schiffsähnliche Silhouette über dem Mittelmeer wacht. Dann geht es zurück ins Hotel - müde, aber glücklich. Ein Geburtstag, den ich so schnell nicht vergessen werde.


Auf dem Weg zum Altar flankieren Steinsäulen die Kirchenbänke.
Auf dem Weg zum Altar flankieren Steinsäulen die Kirchenbänke.

Zum Vergessen ist ein Erlebnis am nächsten Tag. Als Sportreporter möchte ich gerne ein Fußballspiel besuchen. Da Espanyol auswärts antritt und der FC ein Heimspiel in La Liga hat, fällt mir die Wahl nicht schwer. Akkreditieren will ich mich aber nicht. Denn dann darf nur ich zum Spiel, ohne Gerti. „Zu zweit ist jeder Moment doppelt so schön und jede Erinnerung doppelt so wertvoll“, meint die Autorin Florentine Graf. Also beschließen wir, zwei Eintrittskarten zu kaufen. Auf dem Weg zum Stadion nieselt es. Der Himmel ist grau, das Camp Nou eine Baustelle, umringt von Kränen. Unsere Stimmung passt sich der tristen Umgebung an. Und es ist sogar noch eine negative Steigerung drin. 

Fast wäre ich ein zweites Mal gestürzt, als ich den Ticketpreis höre: 329 Euro. Nicht für zwei Karten, sondern für eine. Kategorie 1. Bei Bayern München kostet solch eine Eintrittskarte in der Bundesliga nur ein Viertel. Vor einem Jahr zahlten wir in Lissabon für ein Ticket bei Benfica 100 Euro. Die Geldgier des FC Barcelona schreckt uns ab. Wir wollen nicht zur Sanierung des mit circa zwei Milliarden Euro überschuldeten Vereins beitragen und verzichten auf den Spielbesuch. Wahrscheinlich gehören wir zu den wenigen, die das tun. Darauf setzt Barça. Denn viele Touristen wollen wenigstens einmal in ihrem Leben ein Spiel des berühmten FC sehen.


Blick auf die wellenförmige Vorderfront der Casa Milà.
Blick auf die wellenförmige Vorderfront der Casa Milà.

Wir nicht, obwohl ein Deutscher dort gerade Trainer ist. Als BILD-Reporter, der damals die Stuttgarter Kickers betreute, habe ich die Traineranfänge von Hansi Flick in den Regionalligaspielen der TSG Hoffenheim gegen die Blauen live erlebt. Er kam mir spröde und blass vor - ein Eindruck, der sich bis heute gehalten hat. Erfolgreich war er in Hoffenheim nicht, er musste gehen. Barça holte ihn für das ganz große Ziel: die Champions League. Doch trotz eines Starensembles blieb die Krönung bisher aus – einmal war im Halbfinale Endstation, einmal schon im Viertelfinale. Ob sich das im dritten Anlauf ändern wird? Noch besser kenne ich Flicks Assistenten Marcus Sorg. Ihn habe ich über Jahrzehnte beruflich begleitet: bei den Stuttgarter Kickers, dem SSV Ulm und schließlich beim SC Freiburg in der Bundesliga.

Wir verlassen das Klubgelände und suchen Abwechslung in La Boqueria, dem schönsten und größten Markt Barcelonas. Hier findet man alles, was das kulinarische Herz begehrt. Vor allem die Architektur des Metalldachs, dessen Konstruktion das Licht auf besondere Weise reflektiert, und das schmiedeeiserne Tor im Modernisme-Stil machen die Boqueria zu einer weltberühmten Attraktion.

Die farbenfrohe Fassade der Casa Batlló erinnert an ein Korallenriff.
Die farbenfrohe Fassade der Casa Batlló erinnert an ein Korallenriff.

Trotz des Abstechers kommen wir vom Fußball nicht los. Im lebhaften historischen Viertel El Born, unweit des Moco-Museums für moderne und zeitgenössische Kunst mit einer sehr prominenten Banksy-Ausstellung, sehe ich den Weltklassefußballer Maradona. Natürlich nicht den echten. Der ist seit mehr als fünf Jahren tot. Sondern Maradona als Pappfigur im Schaufenster einer argentinischen Bäckerei, wo es Empanadas gibt. Wir kennen die leckeren Teigtaschen zur Genüge von unseren Reisen durch Chile, Peru, Kolumbien, Argentinien, Brasilien, Mexiko, Nicaragua, Panama, Costa Rica, Kuba und die Dominikanische Republik. Seither backt Gerti sie öfter daheim.

1982 wechselte Maradona für die damalige Weltrekord-Transfersumme von 7,3 Millionen Dollar von den Boca Juniors aus Argentinien zum FC Barcelona, wo er zwei Jahre blieb und trotz seiner kurzen Zeit ein bleibendes Erbe hinterlassen hat. Der Abdruck seines goldenen linken Fußes soll nach der Renovierung des Camp Nou im dortigen Museum ausgestellt werden. Gelegentlich gibt es auch private Touren auf den Spuren des argentinischen Fußballgottes. Sehen kann man dabei auch die Villa mit 600 Quadratmetern Wohnfläche, einem großen Garten und Swimmingpool im exklusiven Viertel Pedralbes, wo El Pibe de Oro (Der Goldjunge) wohnte.

Neugotische Baukunst: Die Fassade der Kathedrale La Seu.
Neugotische Baukunst: Die Fassade der Kathedrale La Seu.

Am nächsten Tag steht kein Fußball mehr auf dem Programm, sondern der Park Güell, der schönste in Barcelona und eines von Gaudís Meisterwerken, in dem Architektur und Natur zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen. Am Eingang stehen zwei Pavillons mit Dächern aus Trencadís-Mosaiken. Imposant ist die doppelläufige Treppenanlage mit dem berühmten, farbenfrohen Salamander. Sein Mosaik aus bunten Keramikscherben funkelt in der Sonne und ist längst zum unverkennbaren Symbol Barcelonas geworden. Gaudís Kunst besteht buchstäblich aus Brüchen. Ganz im Gegensatz zu meinen.

Die Turó de les Tres Creus (Hügel der drei Kreuze) genannte Steinkonstruktion erinnert an einen Kalvarienberg und wird von drei Kreuzen gekrönt. Es ist der höchste Punkt des Parks. Von dort hat man einen 360-Grad-Blick, der weit über die Sagrada Família hinaus bis zum Mittelmeer reicht. Ich nutze die Traumkulisse Barcelonas mit den beiden markantesten Silhouetten – dem schimmernden Torre Glòries und den majestätischen Türmen der Sagrada Família – für einen Vlog. Während der Torre Glòries für das moderne, technologische Barcelona steht, symbolisiert der Turm der Sagrada das ewige, spirituelle Herz der Stadt. Ein erstklassiges Motiv-Duo. Kein Wunder, dass der Park Güell neben der Sagrada Família zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Barcelonas gehört und zu seinen am häufigsten fotografierten Motiven zählt. Neben der Gebäudepracht ist jene der Pflanzen nicht minder pompös. Eröffnet wurde der Park vor hundert Jahren und 1984 zum Weltererbe der UNESCO erklärt.


Vlog 2: Die Wächter der Skyline – Torre Glòries und Sagrada Família im Blick



Hier oben fühlen wir uns der in den Himmel ragenden Sagrada näher, obwohl sie geografisch weiter entfernt ist als am nächsten Tag, an dem wir direkt vor ihr stehen. Eine zweistündige Führung in deutscher Sprache ist angesagt, während der wir viel erfahren. Für Antoni Gaudí war sie sein Ein und Alles, sein Lebenswerk. Er arbeitete bis zu seinem tragischen Tod daran.

Lebendige Tradition: Die Gänse im Kreuzgang.
Lebendige Tradition: Die Gänse im Kreuzgang.

Wir betrachten zunächst die als erste fertiggestellte Fassade der Geburt Christi, die aus drei verschieden großen Portalen besteht: einem großen Mitteltor und zwei kleineren Seitentoren sowie vier Glockentürmen. Der Innenraum wurde 2010 vollendet, bevor Papst Benedikt XVI. die Kirche zur Basilika erhob. Ihre innere Strahlkraft besticht durch eine außergewöhnliche Helligkeit. In der fünfschiffigen Sagrada Família tragen die gewaltigen, sich verzweigenden Steinsäulen ein lichtdurchflutetes Gewölbe, das für die Atmosphäre eines majestätischen Palmenwalds sorgt.

Heiligenbilder gibt es in der Sagrada keine. Gaudí ließ nicht die Maler sprechen, sondern das Licht, das die schönsten Bilder zaubert. Wenn es am Morgen durch die Fenster der Ostseite strömt, verleihen sie dem Innenraum eine blaue Färbung, und am Abend tauchen die Fenster an der Westfassade das Innere in gelboranges Licht. Ein umwerfendes Farbenspiel.

Für Gaudí war die Sagrada Família eine Bibel aus Stein und seine Vision eine Synthese aus Natur, Glaube sowie Architektur. Zu den markantesten Merkmalen dieser Vision zählen achtzehn hierarchisch gestaffelte Türme, von denen noch nicht alle fertiggestellt sind: zwölf für die Apostel, vier für die Evangelisten, einer für die Jungfrau Maria und der höchste für Jesus Christus. Dieser Turm mit dem gigantischen begehbaren Glaskreuz auf seiner Spitze wird am 10. Juni von Papst Leo XIV. offiziell eingeweiht und soll an jenem Abend erstmals über Barcelona erstrahlen – auf den Tag genau hundert Jahre nach Gaudís Tod.

Typischer Altbau um 1900 im Gotischen Viertel mit vier katalanischen Flaggen.
Typischer Altbau um 1900 im Gotischen Viertel mit vier katalanischen Flaggen.

Der Pontifex maximus feiert vorher eine Gedenkmesse für den katalanischen Architekten. 4.000 Gäste sollen in der Basilika Platz finden, weitere 4.000 können die Zeremonie auf den Vorplätzen über Großleinwände verfolgen. Als Ehrengäste werden das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia, Regierungschef Pedro Sánchez sowie mehr als 200 Kardinäle und Bischöfe aus dem In- und Ausland erwartet. Vor der Messe wird der Papst in die Krypta hinabsteigen, um am Grab Gaudís einen Blumenkranz niederzulegen und für den Erbauer der Sagrada zu beten. Das Seligsprechungsverfahren Gaudís befindet sich bereits im fortgeschrittenen Stadium.

Hergestellt wurde das rund 100 Tonnen schwere sowie siebenzehn Meter hohe Kreuz von einer deutschen Spezialfirma – und das ausgerechnet aus der Region Ulm. Was für eine Ironie der Geschichte! Die Sagrada Família überflügelt mit ihren 172,50 Metern das Ulmer Münster nun um stolze elf Meter und sichert sich damit den Weltrekord. Es hätte sogar noch höher hinausgehen können. Doch laut Gaudí darf das Werk des Menschen niemals höher sein als das Werk Gottes, also die Sagrada nicht den Montjuïc überragen. Der Berg und die Kirche begegnen sich deshalb auf Augenhöhe.

In meinen Vlogs und auf den Fotos ist die Sagrada allerdings noch in ihrer „alten“ Pracht zu sehen – nur elf Tage nach unserem Besuch wurde bei Windstille der letzte, obere Arm des Kreuzes mit einem Hochkran montiert. Ein Timing, das fast so tückisch war wie mein Sturz ...

Bei der Einweihung des Christus-Turms mit seiner spektakulären Spitze werden viele an das Erbe des Visionärs denken – und an jenen schicksalhaften Tag, als der verwahrlost aussehende Architekt von einer Straßenbahn angefahren wurde. Er trug keine Ausweispapiere bei sich. Man dachte, es sei ein Obdachloser und ließ ihn stundenlang liegen. Die Polizei intervenierte und brachte ihn in ein Armenhospital, wo seine Identität später festgestellt wurde. Trotz Angeboten für bessere Hilfe wollte er bei den Armen bleiben und verstarb kurz darauf. Was für ein tragisches Ende. Doch durch seine Sagrada wird er ewig weiterleben. In wenigen Jahren soll die Kirche endlich ganz fertig sein. Ein historischer Moment, denn bereits seit 1882 wird hier gebaut – und das bis heute ausschließlich finanziert durch Spenden.

Wir haben immer noch nicht genug von Gaudí und machen uns auf den Weg zu zwei Prachthäusern, die ebenfalls von ihm gestaltet wurden. Das Steinbruchhaus Casa Milà ist das letzte Bauwerk Gaudís, bevor er sich ganz dem Bau der Sagrada Família zuwandte. Die Hausfront sieht wie ein massiver Felsen aus und wirkt sehr expressionistisch. In der Nähe befindet sich die Casa Batlló, deren Dach wie der Rücken eines Drachen mit großen, glänzenden Schuppen aussieht. Gaudí selbst hat das Haus nie erklärt. So kann jeder seine Fantasie spielen lassen. Wir lassen unseren ureigenen Gaudí-Tag mit einem Spaziergang über den Passeig de Gràcia ausklingen. Diese einladende Allee ist das unbestrittene Herzstück des katalanischen Modernismus und legendär für ihre Architektur, ihre exklusive Mode und ihre glanzvolle Geschichte.

Bevor wir ins Hotel zurückkehren, genießen wir noch ein buntes Spektakel in der Nähe - den in vielen Farben schillernden Torre Glòries, der die Skyline Barcelonas als moderner Gegenpol zur Pracht der Sagrada Família prägt. Bis zur Montage des Glaskreuzes auf der Basilika war er mit seinen 144,44 Metern der höchste alleinstehende Turm im Stadtzentrum. Er sieht wie ein Geysir aus, der aus dem Boden schießt. Seine innere Betonschicht ist mit farbigen Aluminiumplatten in 26 Tönen verkleidet, während die äußere Hülle aus über 50.000 Glaslamellen besteht, die das Licht auf einzigartige Weise brechen. Am Abend erwacht der Turm durch 4.500 LED-Leuchten zum Leben, die komplexe Reflexionen mit bis zu 16 Millionen Farben erzeugen. Es ist eines der beeindruckendsten nächtlichen Schauspiele Europas.

Beliebtes Mitbringsel: Die Patenkinder Giuliano (links) und Dario freuen sich über die Trikots des FC Barcelona. Restliche Fotos. Helmut Heimann
Beliebtes Mitbringsel: Die Patenkinder Giuliano (links) und Dario freuen sich über die Trikots des FC Barcelona. Restliche Fotos. Helmut Heimann

Unser letzter Tag in Barcelona beginnt. Wir befinden uns im berühmten Gotischen Viertel, wo das Herz der nimmermüden Stadt schlägt und stehen an der imposanten Kathedrale La Seu mit ihrer neugotischen Fassade. Das Gotteshaus ist ein Beispiel, wie sich im Laufe der Jahrhunderte die Stilrichtungen mischten, weil ihre Bauzeit über 400 Jahre betrug und sie durch zahlreiche Eingriffe namhafter Künstler weitergeformt wurde. Die Kirche kann wie ein Geschichtsbuch gelesen werden, in dem jedes Kapitel einen neuen Kunststil darstellt: Gotik, Renaissance, Barock, Modernisme und zeitgenössische Kunst.

Im gotischen Kreuzgang trauen wir unseren Augen nicht. Nanu! Inmitten der ehrwürdigen Stille schnattern munter dreizehn Gänse und planschen völlig unbeeindruckt im Wasser des Brunnens der Hoffnung. Die Kathedrale ist kein „Haus ohne Hüter“ wie bei Heinrich Böll. Ihre Hüter sind die Gänse, welche an die Heilige Eulalia erinnern. Die Stadtheilige von Barcelona wurde mit dreizehn Jahren wegen ihres christlichen Glaubens unter dem römischen Kaiser Diokletian hingerichtet. Vor ihrer Gefangennahme war sie eine Gänsehirtin. Ihr Grab befindet sich in der Krypta direkt unter dem Hauptaltar.

Einst dienten die Gänse als ‚Wachhunde‘ der Kirche, weil sie extrem aufmerksam und laut sind. Im Mittelalter galten sie als „Alarmanlage“, um mit ihrem Schnattern vor Dieben zu warnen, die es auf die Kirchenschätze abgesehen hatten. Wir selbst hätten das Federvieh wenig später, draußen unter freiem Himmel, beinahe als mobile Security gebraucht. Zum Glück bemerkt Gerti im letzten Moment die flinken Finger einer Taschendiebin an ihrem Rucksack und fährt brüsk herum. Die Frau ergreift sofort die Flucht. Auch das ist Barcelona – die Diva hat nicht nur glanzvolle Seiten, sie fordert ständige Aufmerksamkeit.

Das historische Rathaus von Barcelona, bekannt als Casa de la Ciutat, liegt an der Plaça de Sant Jaume, direkt gegenüber dem Palau de la Generalitat. Es ist ein architektonisches Juwel mit gotischer und neoklassizistischer Fassade. Davor steht ein Mann, die katalanische Flagge wie einen Umhang um die Schultern gelegt, der in einem fort Unabhängigkeitsparolen brüllt. Er kommt uns wie ein einsamer Rufer in der Wüste vor, weil die Prioritäten der Bürger sich verschoben haben. Themen wie Dürrekrise, Wohnungsnot, ausufernde Tourismussorgen und wirtschaftliche Entwicklung stehen nun oft über der Unabhängigkeit von Spanien. Trotzdem bleibt die Identität ein starker Faktor; knapp die Hälfte der Bevölkerung wünscht sich nach wie vor mehr Souveränität oder ein legales Referendum.

Nach der Hektik der Gassen und der politischen Unruhe auf der Plaça suchen wir ein letztes Mal die Beständigkeit der Architektur auf und stehen wieder vor der Sagrada Família. Es ist Nacht, aber nicht dunkel. Denn die Basilika leuchtet. Leistungsstarke LED-Fluter sind auf sie gerichtet. Die Farbwahl bleibt bewusst schlicht, um die Architektur sprechen zu lassen. Zu Ehren von „Barcelona 2026 – Weltkulturhauptstadt der Architektur“ wurde die Geburtsfassade bei unserem Besuch in tiefem Blau angestrahlt. Blau ist die Farbe der UNESCO und der Vereinten Nationen. In vielen Werken Gaudís spielt Blau eine zentrale Rolle, um Licht und Meerestiefe zu simulieren. Das blaue Licht dient als „visueller Händedruck“ zwischen der Geschichte der Stadt und ihrer Rolle als Architektur-Metropole der Zukunft. Acht der bedeutendsten UNESCO-Welterbestätten Barcelonas werden während unseres Aufenthalts gleichzeitig in ein leuchtendes Saphirblau getaucht, neben der Sagrada Família unter anderem auch die Casa Batlló, Casa Milà und der Park Güell. Wir sehen ein blaues Wunder, das ich in einem Vlog festhalte. Der Kreis hat sich geschlossen. Unser letzter Tag in Barcelona geht so zu Ende, wie der erste begonnen hat - vor der Sagrada Família.


Vlog 3: Magie in Saphirblau – Die illuminierte Sagrada Família



Ein anderes blaues Wunder habe ich mit meinem Sturz erlebt. Doch nicht nur deshalb werde ich Barcelona niemals vergessen - sondern für all die Facetten, die wir hier aufsaugen durften. Barcelona, die Wunderschöne. Barcelona, die Einzigartige. Barcelona, die Zauberhafte. Barcelona, die Diva. Barcelona, die „Taschenspielerin“.

Wie es mit meinen Brüchen weitergehen wird? Darüber mache ich mir jetzt während der blauen Stunde keine Gedanken. Ohnehin liegt mein Schicksal in den Händen dessen, dem diese Kirche gewidmet ist. 

 Mit Gipsarm vor dem Rückflug nach Stuttgart. Foto: Gerti Mayer
Mit Gipsarm vor dem Rückflug nach Stuttgart. Foto: Gerti Mayer

Am nächsten Morgen versüßt er uns den Abschied mit einem farbenprächtigen Sonnenaufgang am Flughafen.


Adéu, Barcelona!


Bis zum nächsten Klick auf meinen Blog...


Als neuer Beitrag folgt: Gemeißelt in den Stein der Zeit - der Rekord für die Ewigkeit

 

bottom of page